Projekt

AKTe-OI

Steckbrief

Eckdaten

Lehrstuhl:
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Technologie- und Innovationsmanagement
Förderinstitution:
Bundesministerium für Forschung und Technologie
Forschungspartner:
Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA)
Praxispartner:
Verschiedene
Status:
Laufend

Betreuer

Die deutsche Wirtschaft begründet ihre Wettbewerbsvorteile maßgeblich auf Flexibilität und Innovationskraft. Dies manifestiert sich in einer Konzentration auf hochtechnologie- und forschungsintensive Industrien, in denen die Unternehmen als Spezialanbieter und Zulieferer eines globalen Netzwerkes tätig sind. In allen Bereichen begründen die Übersicht über neue technologische Trends und die Investition zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Technologie essentielle Wettbewerbsvorteile. Gab es zur Beschaffung der Technologien in der Vergangenheit die klassischen Beschaffungsstrategien Eigenforschung, Entwicklungskooperation oder Auftragsforschung sowie Lizensierung, sind heute die Möglichkeiten, neue Technologien zu erwerben, deutlich vielfältiger. Vor allem unter dem Stichwort "Open Innovation" sind sog. Open-Innovation-Marktplätze für Technologien entstanden, die eine wirkliche Alternative insb. zur klassischen Auftragsforschung darstellen können. Ziel dieses Vorhabens ist es, ein Instrument bereitzustellen mittels dessen die Frage beantwortet werden kann, wann die neuen Methoden der Technologiebeschaffung über Open-Innovation-Marktplätze im Vergleich zur klassischen Auftragsforschung vorteilhaft sind. Jedoch wird durch Vorarbeiten im Rahmen der FVA Projekte 590I und 590II auch deutlich, dass die Methode nicht in jedem Fall zum Erfolg eines F&E-Vorhabens führt. Die bisherige Forschung weist in Abhängigkeit, des Untersuchungsobjektes, des Messzeitpunktes und der Messkriterien Erfolgsraten zwischen 30% und 70 % aus. Es kann daher nicht davon gesprochen werden, dass die Methode Broadcast Search eine (neue) dominante Strategie im Rahmen der Auftragsforschung darstellt, sondern es ist eher davon auszugehen, dass die Methode Broadcast Search den aktuellen Methodenkanon erweitert/ergänzt. Es erscheint daher sinnvoll zu prüfen, welche Ansätze des externen Technologiebezugs in welcher Situation vorteilhaft sind.