Drei bewilligte Drittmittelprojekte zu Flüchtlingsakzeptanz, Impfverhalten und Intergruppenkonflikten für Juniorprofessor Böhm

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Robert Böhm, Juniorprofessor für Decision Analysis, hat einen dreifachen Erfolg bei aktuellen Drittmittelanträgen zu verzeichnen. In den bewilligten Projekten sollen interdisziplinäre Methoden zum Verständnis der Hilfsbereitschaft gegenüber Geflüchteten, Impfverhalten und der Teilnahme an Intergruppenkonflikten beitragen. Hierfür werden das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Exploratory Research Space (ERS) der RWTH Aachen insgesamt etwa 800.000 Euro zur Verfügung stellen.

Das BMAS fördert ein dreijähriges Forschungsprojekt in Kollaboration mit Hannes Rusch (Philipps-Universität Marburg) und Paul A. M. Van Lange (Freie Universität Amsterdam). In dem Forschungsprojekt sollen Faktoren untersucht werden, die die Hilfsbereitschaft gegenüber Geflüchteten beeinflussen. Hierfür soll eine neue experimentelle Forschungsmethode verwendet werden, die von den Wissenschaftlern erst kürzlich im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ vorgestellt wurde.

In einem weiteren Forschungsprojekt fördert die DFG ein dreijähriges Forschungsprojekt zur Untersuchung von Einflussfaktoren und Interventionsmöglichkeiten bei Impfmüdigkeit. Zusammen mit Cornelia Betsch (Universität Erfurt) hat Böhm bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Einflussfaktoren zur Impfmüdigkeit besser verstanden und überwunden werden können. Aufbauend auf zahlreichen Forschungsartikeln des Forscherteams wurden die Informationsmaterialien bei Impfungen in Deutschland und anderen Ländern überarbeitet. Im neu bewilligten Forschungsprojekt sollen diese Erkenntnisse ausgeweitet und auch auf andere Gesundheitsentscheidungen angewendet werden, z.B. auf die Einnahme von Antibiotika.

In einem dritten Projekt fördert die RWTH Aachen durch einen Seed Fund die interdisziplinäre Kollaboration mit Sina Radke (Uniklinik RWTH Aachen, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik). In dem einjährigen Forschungsvorhaben werden neuronale und hormonelle Grundlagen für interindividuelle Unterschiede bei der Bereitschaft zur Teilnahme an Intergruppenkonflikten untersucht.