Doctor of Business Administration an der RWTH Aachen

10.02.2016

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Helmut Dinger

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Einführung eines anspruchsvollen Promotionsprogramms für erfahrene Berufstätige.

Die derzeitige digitale Transformation von Unternehmen und Wirtschaft stellt an deutsche Unternehmen zunehmende Ansprüche an das Qualifikationsniveau der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn einfache Verwaltungs- und Entscheidungsaufgaben in Zukunft Algorithmen übernehmen, verlagert sich das Berufsbild vieler Managerinnen und Manager noch mehr von Routine zu anspruchsvollen und kreativen Aufgaben.

Das verlangt nach neuen akademischen Bildungsangeboten im post-gradualen Bereich, aber auch nach neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen universitärer Forschung und Unternehmen.

Die RWTH Aachen hat sich deshalb entschlossen, ein auf Universitätsniveau in Deutschland bislang einmaliges Programm anzubieten: ein DBA-Programm, das in vier Jahren erfahrene Berufstätige – mit Diplom-, Masterabschluss – zu einer anwendungsorientierten Promotion führt und dabei neue Wege der Unternehmenseinbindung beschreitet. Der Abschluss wird in Kooperation mit der Maastricht School of Management angeboten.

Doctor of Business Administration

Mit weltweit 196 anerkannten DBA-Programmen ist der postgraduale Studiengang Doctor of Business Administration international bereits seit langem etabliert und richtet sich an Top Executives, die an der Anwendung und unternehmensbezogenen Weiterentwicklung von wirtschaftswissenschaftlicher Forschung interessiert sind.

Der ursprünglich an der US-amerikanischen Harvard University entwickelte Studiengang stellt im angelsächsischen Raum den höchsten akademischen Grad in der Managementausbildung dar. Er unterscheidet sich zum PhD (Doctor of Philosophy), der die Schaffung von neuen Theorien beinhaltet, darin, dass der DBA den Fokus auf die praxisbezogene Forschung im jeweiligen Unternehmen bezüglich der Herausforderungen im Managementbereich legt.

„Der DBA deckt somit die Nachfrage nach einer adäquaten Forschung in Bezug auf die Herausforderungen im Management und aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen Trends”, sagt Dr. Helmut Dinger, Geschäftsführer der RWTH International Academy, eine gemeinnützige Tochtergesellschaft und die offizielle Weiterbildungseinrichtung der RWTH Aachen.

Die RWTH International Academy wird den universitären Studiengang gemeinsam mit der Maastricht School of Management anbieten, um wirtschaftswissenschaftliche Forschung mit höchster wissenschaftlicher Qualität zu verbinden und um Unternehmen sowie Top Executives einen Zugang zur Universität zu ermöglichen.

Die RWTH Aachen trägt zu diesem Programm in Form von Lehrleistungen, Themenfeldern und betreuenden Professoren aktiv bei, den Abschluss DBA aber vergibt die in diesem Bereich sehr renommierte und erfahrene Maastricht School of Management.

Zulassung, Dauer, Inhalte

Die Zulassungsvoraussetzungen für das DBA-Programm sind ein abgeschlossener Hochschulstudiengang (Master, Diplom) oder ein MBA Abschluss sowie mindestens fünf Jahre Berufserfahrung mit Budget- und Personalverantwortung. Die Dauer des Promotionsstudiums beträgt vier Jahre. Im ersten Jahr werden zunächst in Form von berufsbegleitender Executive Weiterbildung vertiefende Inhalte der Wirtschaftswissenschaften sowie die forschungsmethodische Herangehensweise vermittelt. Parallel dazu wird das Forschungsthema erarbeitet, einem Gremium präsentiert und verteidigt.

Bei erfolgreicher Verteidigung arbeiten die Kandidaten weitere drei Jahre in individueller Forschung in einem Spezialgebiet im jeweiligen Unternehmen und an der Universität. Während der gesamten Studienzeit wird die Unterstützung und Betreuung durch RWTH-Professoren gewährleistet.

„Für Professoren an der RWTH ist diese Art der Kooperation eine einmalige Chance, in intensiven Austausch mit einer Führungskraft und einem Unternehmen spannende Forschung zu betreiben”, so Prof. Frank Piller, Prodekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der RWTH und akademischer Leiter des Programms. „Wir führen damit die Stärke der RWTH zur Zusammenarbeit mit der Industrie auf einer neuen Ebene der Kooperation fort.”

Dieser Qualitätsanspruch verlangt eine rigorose Auswahl. Sowohl die Zulassung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die Vergabe des akademischen Grades erfolgen nach strengen Kriterien. So sind die Teilnehmer beispielsweise verpflichtet, ihre Forschungsergebnisse in anerkannten Journals zu veröffentlichen, die durch externe Gutachter in Form von Peer Reviews bewertet werden. Darüber hinaus muss die DBA-Schrift vor einem internationalen Komitee von Professoren verteidigt werden – wobei der Betreuer der Arbeit nicht als Gutachter agieren darf.

Die Statistik des etablierten DBA-Programmes aus Maastricht zeigt, dass heute nur die Hälfte der Kandidaten, die das Programm beginnen, das Studium erfolgreich mit dem renommierten Titel DBA MSM Maastricht abschließen.