Forschungskonzept

 

Die Forschungsaktivitäten der TIME Research Area verfolgen das Ziel, neue evidenz-basierte Erkenntnisse zu grundlegenden Forschungsfragen an der Schnittstelle von Technologie- und Innovationsmanagement, Marketing und Entrepreneurship zu generieren.

Praxisrelevant: Im Vordergrund stehen dabei solche Fragen zur Konzeption, Entwicklung und Vermarktung technologischer Innovationen, die für Wissenschaftler und Praktiker gleichermaßen relevant sind.

  • Wann etwa sind kooperative Innovations­aktivitäten beispielsweise unter Einbindung von Kunden besonders zielführend? Welche Herausforderungen gehen damit einher und wie können etwaige Risiken reduziert werden?
  • Welche Rolle spielt das Produktdesign bei der Akzeptanz technologischer Neuerungen? Wie können Unternehmen ihre symbolischen Markenwerte im Design verankern und Kaufentscheidungen positiv beeinflussen?
  • Wie kann die Kommerzialisierung neuer Technologien in etablierten Organisationen und Start-Ups gelingen? Welche spezifischen Fähigkeiten sind hierzu erforderlich?
  • Wie beeinflussen solche Technologien nicht nur die technische und ökonomische Leistungsfähigkeit, sondern auch die Legitimität und Reputa­tion neugegründeter und etablierter Organisationen?

Diese Themen stehen in direktem Bezug zu den Schwerpunkten der RWTH Aachen als einer der führenden technischen Universitäten Europas und bieten für Praxispartner vielfältige Anknüpfungspunkte. Zudem fließen die Forschungsergebnisse direkt in die Lehrveranstaltungen und Weiterbildungsprogramme der Research Area ein.

Empirisch: Die Forschungsvorhaben der Research Area sind zumeist empirischer Natur und stützen sich etwa auf umfangreiche Interview-, Befragungs-, Experimental- oder Archivdaten. Als Analyseeinheit fungieren dabei der einzelne Mitarbeiter, Kunden oder Entrepreneur, das Projektteam, die Organisation und/oder das Netzwerk. In der Regel werden großzahlige quantitative Datensätze erstellt, die typischerweise mehrere Analyseebenen, mehrere Messzeitpunkte, mehrere Sektoren und/oder mehrere Länder umfassen. Ergänzend werden experimentelle Methoden und qualitative Methoden, darunter Interviewtechniken und beobachtende Verfahren, eingesetzt. Diese erlauben es nicht zuletzt, Messmodelle und quantitative Ergebnisse zu validieren und um detailreiche Facetten zu erweitern.

Interdisziplinär: Aufgrund der Vielschichtigkeit der untersuchten Fragestellungen und ihrer Relevanz für andere Fachbereiche, darunter insbesondere die Ingenieurwissenschaften, ist eine Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg oftmals äußerst sinnvoll. So werden interdisziplinäre Forschungsprojekte mit Wissenschaftlern aus so unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaftsinformatik, Gesundheitsmanagement, Psychologie, Maschinenbau oder Medizin durchgeführt.

International: Zahlreiche Forschungsvorhaben der Research Area profitieren nicht nur von einer fachübergreifenden, sondern auch von einer länderübergreifenden Zusammenarbeit. So wirken international führende Experten an einer Reihe gemeinsamer Forschungsprojekte mit. Intensive Forschungspartnerschaften bestehen mit Wissenschaftlern folgender internationaler Universitäten:

  • EUROPA: University of St Andrews (GB), University of Cambridge (GB), University of Oxford (GB), ESCP-Europe (D/F)
  • WELT: University of Auckland (NZ), University of California at Berkeley (USA), College of William & Mary (USA), IAE Business School (ARG), MIT (USA), Vanderbilt University (USA), Penn State University (USA).

Im Sinne einer größtmöglichen Sichtbarkeit werden Forschungs­ergebnisse auf angesehenen Konferenzen vorgestellt und in international renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht.

Laufende Forschungsprojekte der Research Area beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Themenfeldern:

  • Management von Unternehmensgründungsprozessen
  • Finanzierung von Start-Ups
  • Marketing in Start-Ups
  • Management disruptiver technologischer Innovationen
  • Kooperative Innovationsprozesse und Management von Schnittstellenproblemen
  • Organisationales Lernen aus Erfolg und Misserfolg
  • Produktdesign
  • Markenmanagement
  • Strategisches Personalmanagement
  • Konsumentenverhalten und Adoption von Innovationen
  • Technologietransfer und Technologieverwertung
  • Imitationsbarrieren
  • Ökonomische, psychologische und soziale Auswirkungen von Technologien