IRS Matthias Rüdiger

 

Dienstag, 24. Mai 2016, 10 - 12 Uhr, TIM Social Area

  Matthias Rüdiger

Die Einbeziehung von Kontext in die Zitationsanalyse

Reputation im Sinne von Forschungsqualität wird in der Wissenschaft vor allem über Zitationen ausgedrückt und gemessen. Die Analyse von Zitationen und den Beziehungen zwischen zitierten und zitierenden Arbeiten ist Teilgebiet der Bibliometrie, die hierfür verschiedene Ansätze und Methoden kennt. Allen Verfahren ist jedoch gemein, dass sie Zitationen lediglich quantitativ erfassen und keinerlei Bewertung der einzelnen Zitationen vorneh- men. Damit wird insbesondere der Zweck und der Kontext einer Zitation außer Acht gelassen, obwohl sich hieraus wichtige Erkenntnisse für die Reputation eines Forschers ziehen lassen. Mit aktuellen Verfahren des Data Minings können große Textmengen effizient verarbeiten und automatisch in Gruppen eingeteilt werden. Im Rahmen seiner Dissertation wird Matthias Rüdiger diese Verfahren auf die Zitationsanalyse anwenden um die bislang unbeachtete Frage „für was wird ein Forscher zitiert“ zu beantworten. Im Rahmen des Seminars wird das technische Vorgehen für dieses Vorhaben, der Datensatz und der Stand der Forschung im Bereich Zitationsanalyse und Zitationsverhalten /-motivation vor- gestellt.

Matthias Rüdiger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Innovation, Strategie und Organisation (ISO) der RWTH Aachen. An der selben Universität absolvierte er das Studium der Informatik mit Schwerpunkten in den Bereichen Datamining und Datenexplorations sowie den Masterstudiengang Wirtschaftswissenschaft. In seiner Dissertation beschäftigt er sich der Erweiterung der Zitationsanalyse sowie mit verschiedenen Ansätzen zur Quantifizierung von Reputation unter Verwendung von Verfahren zur Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen, darunter Text Mining.

Matthias Rüdiger